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Weiterbildung als Wahlkampfthema

© RainerSturm / PIXELIO

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Noch immer ist das Superwahljahr nicht vorbei. Und nahezu überall wird man mit dem Wahlkampf konfrontiert. In Zeiten von Wirtschaftskrise und geförderter betrieblicher Bildung ist auch Weiterbildung in diesem Jahr ein Wahlkampfthema. managerSeminare fragte für die aktuelle Ausgabe bei CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke nach.

Stefan Müller (CDU/CSU) strebt den Export beruflicher Bildungsangebote an. Unabhängig von sozialer Lage und Herkunft soll ein Aufstieg durch Bildung und lebenslangem Lernen möglich sein. Darüber hinaus soll die Schnittstelle zwischen beruflicher und akademischer Bildung durchlässiger gemacht werden.

Für Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD) ist fortwährende Weiterbildung im Hinblick auf Persönlichkeitsentwicklung und Beschäftigungsfähigkeit sehr wichtig. Daher soll die Arbeitslosenversicherung zu einer Arbeitsversicherung entwickelt werden. Dazu gehört ein Rechtsanspruch auf wohnortnahe kostenlose Überprüfung des Qualifizierungsbedarfs. Auch an das BAföG will man sich wagen: Dies soll ausgebaut und auch zu einem Erwachsenenfortbildungsgesetz werden, damit geringqualifizierte Erwachsene eine weitere Chance erhalten, bei Weiterbildungsbestreben finanziell unterstützt zu werden.

Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) sieht ebenso wie Dr. Rossmann einen Bedarf an einem “Erwachsenen-BAföG” und fügt Steuervorteile und Förderung des Bildungssparens hinzu. Ihrer Meinung nach müssen die Unternehmen zu Krisenzeiten die betriebliche Weiterbildung intensivieren und sollen dabei noch besser finanziell durch den Staat unterstützt werden. Sie möchte Weiterbildung im Bildungssystem verankern und stärken und verfolgt das Ziel, dass bis 2020 mind. 70% der Erwachsenen regelmäßig an Weiterbildung teilnehmen.

Patrick Meinhardt (FDP) möchte Weiterbildungschecks für KMU einführen. Die Finanzierung der Weiterbildung soll durch Bildungssparen erfolgen, das vergleichbar mit dem Bausparen staatlich gefördert wird. Darüber hinaus sollen Lernkonten möglich sein, auf die für Bildung eingezahlt und gespart werden kann.

Dr. Petra Sitte (Die Linke) ist gegen eine Privatisierung des Weiterbildungsbereichs und sieht Bund, Länder und Kommunen in der Pflicht, sich stärker an der Finanzierung zu beteiligen. Darüber hinaus sollen auch Unternehmen die berufliche Weiterbildung finanziell mehr unterstützen. Es soll ein Bundesrahmengesetz für Weiterbildung eingeführt werden, mit dem ein einklagbarer Rechtsanspruch auf Weiterbildung möglich ist. Sie setzt sich auch für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Weiterbildnern ein, um so qualitativ hochwertige Weiterbildung für alle möglich zu machen.

Alles in allem überschneiden sich die Ansätze in einigen Punkten. Was davon nach der Wahl wirklich umgesetzt wird, steht jedoch auf einem anderen Blatt geschrieben.

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