Absolventenstudie BA vs. Diplom und Magister
Harald Schomburg, Hochschulforscher aus Kassel, hat mit der Befragung von 35.000 Hochschulabsolventen von 48 Universitäten und Fachhochulen die größte Absolventenstudie zu den neuen Abschlüssen Bachelor und Master angestrengt. In dieser Studie wurde der Prüfungsjahrgang 2007 im Jahr 2008 befragt, um die neuen mit den alten Abschlüssen Diplom und Magister zu vergleichen.
Von den befragten Personen haben ein Viertel ein Bachelorstudium absolviert, jeder 5. studierte einen Masterstudiengang und der Rest bestand aus Diplomern und Magisterabsolventen.
Ergebnisse
Bachelor- und Masterabsolventen waren ca. drei Monate auf Jobsuche, ehe sie eine Anstellung fanden. Genau so lange, wie Diplom- und Magisterabsolventen.
Fast ebenso oft wie ihre Kollegen aus den Altstudiengängen haben die Bachelor und Master einen Vollzeitjob. Nämlich 86% von ihnen.
Allerdings müssen vorallem Bachelorabsolventen mit Gehaltseinbußen rechnen. Sie verdienen ca. 15-20% weniger als jemand mit einem abgeschlossenen Masterstudium oder mit einem klassischen Abschluss. Darüber hinaus sind sie seltener unbefristet angestellt. Nahezu jeder zweite muss sich Gedanken darüber machen, dass er innerhalb einer Jahresfrist seinen Job verliert.
Meiner Meinung nach könnte das auf die Unsicherheiten der Arbeitergeber zurückzuführen sein, die noch nicht genau wissen, was ein Bachelor “taugt”.
Schomburg fügt seinen Ergebnissen hinzu, dass eine wirkliche Bilanz erst 2015 möglich sei, da Diplom und Magister dann vollständig durch Bachelor und Master ersetzt wurden.
Ferner kommt er zu dem Schluss, dass der Anteil der Weiterstudierer gesenkt werden muss, indem der Hochschulzugang erleichtert und die Akzeptanz auf Seiten der Arbeitgeber erhöht wird.
Dazu benötigt es Aufklärung und Information, die meiner Meinung nach von den Verantwortlichen für Bologna übernommen werden sollte.
Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass der Bachelorjahrgang von Seiten der Dozenten oft Lob erhielt und gesagt wurde, dass die Qualität und Aussagen meines Jahrgangs zum Großteil über dem der Diplomstudierenden lag.
Also liebe Unternehmen: Schaut euch die Bachelor ruhig mal an und öffnet euch à la “Bachelor Welcome” nicht nur für die MINT-Fächer.
Quellen:
SpiegelONLINE
ZEIT


